Motivation im Studium: Die [ultimative] Anleitung für Studenten!

Du studierst und bist auf der Suche nach mehr Motivation im Studium? Dann kennst du sicher auch einige der folgenden Situationen:

  • Du kommst morgens nicht aus dem Bett, auch wenn du Vorlesungen in der Uni hast.
  • Abends hast du das Gefühl nichts geschafft zu haben und fühlst dich unproduktiv.
  • Selbstverwirklichung und Motivation im Studium sind für dich fremde und unbekannte Begriffe.
  • Du würdest dich gern viel mehr zum Lernen motivieren (hättest gern mehr Motivation im Studium) aber du kennst keinen funktionierenden Weg, um dich in deinem Studium zu motivieren.
  • Dein Studium macht dir keinen Spaß.
  • Du sitzt aus Zwang und wegen deinem Gewissen in den Vorlesungen, aber schaffst es nicht mitzuarbeiten.
  • Am liebsten wärst du eigentlich mit voller Motivation dabei und würdest sehr gerne mehr dazulernen und dich im Studium weiterentwickeln, aber oftmals gelingt es dir nicht.

Kurz: Du schiebst Aufgaben ewig vor dir her, lernst nur sehr ungern, fühlst dich unproduktiv und dir fehlt die richtige Motivation im Studium. Dabei wärst du eigentlich viel lieber produktiv und würdest mit Freude lernen und arbeiten.

Dann wird dir dieser Artikel sehr weiterhelfen. Denn du wirst erfahren, wie du dich besser zum lernen motivieren kannst, und wie du deine Motivation im Studium langfristig steigern kannst.

Die Grundlagen für mehr Motivation im Studium

Sieh dir als Erstes dieses kurze Video an, um bereits die Grundlagen für mehr Motivation im Studium kennen zu lernen:

In dem Video ging es bereits um den Unterschied zwischen extrinsischer Motivation und intrinsischer Motivation. Diese beiden Typen der Motivation unterscheiden sich kurz gesagt in der Art der Beweggründe.

Extrinsische Motivation setzt dabei auf äußere Beweggründe, zum Beispiel Motivation durch eine Belohnung, die wir von einer anderen Person für unsere Arbeit erhalten. Intrinsische Motivation arbeitet mit unseren inneren Beweggründen, also unseren Zielen, unseren Träumen oder unserer Mission. Intrinsische Motivation ist daher immer stärker, als unsere extrinsische Motivation.

Nutze also entweder deine intrinsische Motivation für mehr Motivation im Studium oder versuche deine extrinsische Motivation in intrinsische Motivation umzuwandeln, wie es auch im Video beschrieben wird. Das ganze findest du auch nochmal in unserer Infografik zum Thema „Intrinsische und extrinsische Motivation“.

Sollte deine intrinsische Motivation aber mal nicht ausreichen oder du fällst aus anderen Gründen in ein Motivationstief oder in eine Phase der Unproduktivität, so wird dir unsere Anleitung für mehr Energie und Motivation im Studium weiterhelfen!

Motivation im Studium Schritt 1: Setze dir konkrete Ziele!

Sicherlich kennst du das auch: Du musst eine Arbeit oder eine Präsentation erstellen und schiebst die Arbeit wochenlang vor dir her. Aber eine Nacht oder wenige Tage vor der Abgabe beginnst du dann doch produktiv zu arbeiten und kannst dich auf einmal viel besser aufraffen und arbeiten.

Warum? Weil du eine Deadline hast, die du einhalten musst. Auf einmal spürst du den Druck, dass du wirklich langsam mal loslegen musst. Also beginnst du wirklich zu arbeiten, wirklich zu lernen oder endlich die Präsentation auszuarbeiten.

Genau diesen Effekt solltest du auch beim Lernen verwenden. Setze dir konkrete Ziele mit einer Deadline. Denn erst, wenn du wirklich den Druck einer Deadline hast, wirst du beginnen zu lernen und aufhören mit der Prokrastination.

Bei der Formulierung deiner Ziele kann dir beispielsweise die sogenannte SMART-Formel helfen. Deine Lernziele sollten demnach Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch und Terminierbar sein. Kurz gesagt: Setze dir ein konkretes und erreichbares Ziel mit einer definitiven Deadline.

Dazu gehört auch, dass du dir eine Belohnung und eine Bestrafung überlegst, damit deine selbstgesetzte Deadline auch ihre Wirkung entfalten kann.

Ein Beispiel dafür könnte sein: „Ich werde mir bis übermorgen mein Skript durchlesen und alle wichtigen Inhalte farblich markieren. Wenn ich das schaffe belohne ich mich mit einer Tafel Schokolade, wenn nicht werde ich für die ganze WG den Spüldienst übernehmen.“

Schritt 2: Bekenne dich öffentlich zu deinen Zielen

Was ist dein Lernziel wert, wenn du es nicht einhältst? Richtig, nichts. Möglicherweise hast du dir sogar eine Bestrafung für den Fall überlegt, dass du dein Ziel nicht schaffst, doch selbst dann ist es viel zu einfach die Strafe wegzulassen oder sich die misslungene Arbeit schön zu reden.

Wie wäre es, wenn du dich allerdings für ein misslungenes Ziel vor deinen Freunden oder Bekannten rechtfertigen müsstest? Du würdest viel mehr dafür tun, dass du dein eigenes Ziel erreichst.

Uns Menschen ist es unangenehm uns für Fehlschläge, Misserfolge und verpasste Ziele zu rechtfertigen oder Fehler zugeben zu müssen. Wir werden also viel mehr dafür tun unser Ziel zu erreichen.

Behalte deine Ziele also nicht nur für dich. Bekenne dich öffentlich vor deinen Freunden, deiner Wohngemeinschaft oder deiner Familie zu deinen Zielen und lass dich von ihnen bei der Zieleinhaltung kontrollieren. Das schafft für dich eine wirkliche Verpflichtung und nimmt dir die Chance dich selber zu belügen. Du wirst deine Lernziele deutlich besser erreichen!

Schritt 3: Lerne gemeinsam mit einer Lerngrupe

Auch eine Lerngruppe bietet den Effekt einer öffentlichen Verpflichtung. Wenn du dich mit einer Gruppe von Kommilitonen zum Lernen verabredest kommt dies ebenfalls einer Verpflichtung zum Lernen gleich. Du wirst deine Zeit also deutlich produktiver nutzen, als wenn du zuhause der alltäglichen Ablenkung ausgesetzt bist.

Lerngruppe Motivation im Studium - Eine Gruppe von Studenten sitzt am Tisch

Lerngruppen sind ein guter Weg eine Verpflichtung zum Lernen einzugehen und helfen gleichzeitig das Erlernte besser zu verstehen

Außerdem kann dir eine Lerngruppe dabei helfen beim Lernen für gute Stimmung und anhaltende Motivation im Studium zu sorgen. Jeder Student wird im Studium mal ein Motivationstief haben. Genauso wird aber jeder auch mal ein Motivationshoch haben.

In einer Lerngruppe habt ihr die Chance, dass die Personen mit einem Motivationshoch, die anderen Personen immer mitziehen können. Ihr habt also die Chance ein dauerhaftes Motivationshoch zu erschaffen, da es immer jemanden gibt, der sich gerade an seinem Hochpunkt befindet.

Aber auch beim Lernen wird die Lerngruppe hilfreich sein. Bei Fragen hast du sofort die Möglichkeit dir etwas nochmal vereinfacht erklären lassen zu können. Und solltest du mal der „Erklärer“ sein, so kannst du dich darüber genauso freuen, denn durch das Wiederholen und Erklären verfestigt sich dein Wissen im Kopf und bleibt für die nächste Prüfung garantiert im Kopf.

Motivation im Studium Schritt 4: Schaffe feste Lernzeiten

Mehr Produktivität und mehr Motivation im Studium wirst du außerdem durch feste Lernzeiten erreichen. Lege dir in deinem Kalender Zeiten fest in denen du keine anderen Termin annimmst und wo du dich nur auf dein Studium konzentrierst. Dadurch erschaffst du dir eine Regelmäßigkeit deiner Lernzeiten, beispielsweise immer Montags und Mittwochs von 11 bis 13 Uhr wirst du lernen.

Diese festen Lernzeiten werden dich viel eher zum Lernen motivieren, weil du dich darauf einstellen kannst und weißt, dass du immer zu dieser Zeit am lernen sein wirst. Das schafft eine viel höhere Zuverlässigkeit, als wenn du deine Lernzeiten spontan festlegst oder immer wieder aufschiebst.

Motivation im Studium Kalender feste Lernzeiten

Fest eingetragene Lernzeiten schaffen dir eine stärkere Verlässlichkeit und Verpflichtung zum Lernen

Schritt 5: Aufschiebemuster erkennen und durchbrechen

Gehörst du zu den Menschen, die abends im Bett liegen und sich fragen, wo die ganze Zeit des Tages überhaupt geblieben ist? Die To-Do-Liste ist einfach nicht kürzer geworden und der Tag ist trotzdem schon wieder um?

Viele Aufgaben schieben wir den ganzen Tag vor uns her und verbringen die Zeit lieber mit anderen Dingen. Wir greifen „nur mal kurz“ zum Handy, wir gucken „nur ein einziges“ Video und auf einmal putzen wir sogar viel lieber die Fenster und die Küche, anstatt mit dem Lernen zu beginnen.

Unsere Prokrastination (lat. extremes Aufschieben) folgt dabei immer gleichen Muster, die wir unbedingt erkennen müssen. Nur wenn wir wissen, wie wir funktionieren können wir dagegen anarbeiten.

Signalwörter dafür sind „Nur mal kurz…“, „Ich muss noch mal eben…“ oder „Nur noch diese eine Sache….“. Wenn du wirklich produktiv lernen willst, dann muss an dieser Stelle ein Alarm bei dir losgehen, der die folgende Tätigkeit unterbindet.

Fokussiere dich auf deine aktuelle Aufgabe, auf dein aktuelles Lernziel oder die aktuelle Vorlesung und lasse dich davon auch nicht von „Nur einer kurzen Whatsapp-Nachricht“ oder „Einer letzten Folge Netflix“ abbringen.

Durchbrich deine Aufschiebemuster und nutze deine Lernzeiten wirklich effektiv und zwar ohne Nebenschauplätzen, wie Whatsapp, Netflix oder mal eben Fensterputzen.

Motivation im Studium Schritt 6: In kleinen Schritten zum Ziel

Große Ziele sind sehr schwer zu erreichen und können sehr schnell demotivieren. Versuche in kleinen Schritten deinem großen Ziel näher zu kommen und freue dich auf dem Weg dahin über jeden kleinen Schritt.

Sicherlich hast du dir auch schon einmal ein großes Ziel vorgenommen, wie zum Beispiel den kompletten Stoff des Semesters nachzuholen. Ein unglaublich großes und anstrengendes Ziel. Schnell merkt man, wie viel Arbeit das eigentlich ist und beginnt zu zweifeln und sich zu demotivieren.

Setze dir lieber kleine Ziele und arbeite dich Schritt für Schritt an dein großes Ziel heran. Setze dir zum Beispiel als Ziel den Stoff aus den ersten zwei Wochen nachzuholen. Wenn du das geschafft hast, darfst du dich darüber freuen, was du erreicht hast und nimmst dir danach das nächste Ziel vor.

So arbeitest du dich langsam vor, bis du am Ende auch das große Ziel erreicht haben wirst und das ohne direkt demotiviert worden zu sein.

Motivation im Studium Schritt 7: Visualisiere deine Erfolge

Hast du schon einmal daran gedacht, was passiert wenn du dein Ziel erreicht hast? Was wirst du dann machen? Wie wirst du dich fühlen? Womit wirst du dich dann belohnen?

Mit der Kraft unserer Gedanken können wir uns einen ganz schön großen Motivationsschub geben. Nimm dir regelmäßig Zeit, im Idealfall einmal pro Woche, und setze oder lege dich an einen ruhigen Ort, wo du dich wohlfühlst.

Schließe die Augen und denke daran, was passiert, wenn du dein Ziel erreicht hast. Wie wirst du dich fühlen, wenn du dir die Zeit zum Lernen genommen hast? Was wirst du tun, wenn du die Klausur erfolgreich bestanden hast? Wem wirst du als Erstes von deiner erfolgreichen Arbeit erzählen?

Motivation im Studium Visualisiere deine Ziele - Eine Person freut sich und ballt die Fäuste

Wie wirst du dich fühlen, wenn du deine Ziele erreicht hast? Allein der Gedanke an die Erreichung des Zieles gibt einen unglaublichen Motivationsschub

Die Gedanken an unsere erreichten Ziele können uns wieder vor Augen führen, wofür wir das Ganze eigentlich machen und wofür wir uns aufraffen wollen. Der Gedanke an eine erfolgreiche Klausur und die darauffolgende Belohnung und das gute Gefühl können eine unglaublich starke Motivation im Studium sein. Nutze die Kraft deiner Gedanken und visualisiere den Moment deiner Zielerreichung, um neue Motivation zu schöpfen.

Motivation im Studium: Fazit

Du hast in dieser Anleitung erfahren, wie du in Zukunft produktiver Lernen kannst und wie du dir durch einige kleine Tipps verbindliche Lernziele und Lernzeiten setzen kannst.

Außerdem hast du erfahren, wie du mit deinen inneren Zielen und dem visualisieren deiner Gedanken deine intrinsische Motivation fördern kannst. Denn erinnere dich an den Anfang und an das Video: Deine intrinsische Motivation ist die stärkste Motivation.

Wir hoffen dir hilft dieser Artikel in Zukunft für mehr Motivation im Studium und freuen uns über dein Feedback. Wie motivierst du dich zum Lernen und im Studium?

Weitere spannende Artikel zu den Themen Motivation, Persönlichkeitsentwicklung und Mindset findest du jetzt auf dem Motivationsblog.


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  • 7. Juni 2018
Simon Becker
 

Simon Becker ist Autor auf Motivation Is Key. Er studiert Sozialökonomie in Hamburg, ist leidenschaftlicher Fußballtrainer und liebt es Menschen zu inspirieren. Simons Überzeugung zum lebenslangen Lernen sowie seine Passion zur Bildung und Persönlichkeitsentwicklung bringt er kreativ in seinen Artikeln ein.

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