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Entscheidungen treffen: 10 [geniale] Tipps zur Entscheidungsfindung

Hast du dich schon einmal gefragt, wie viele Entscheidungen Du täglich treffen musst? Bewusst treffen wir mit Sicherheit 30 oder 40 Entscheidungen am Tag. Doch unbewusst muss unser Gehirn täglich bis zu 10.000 Entscheidungen treffen. Entscheidungen treffen fällt schwer. Gerade bei bewussten und wichtigen Entscheidungen plagen uns die Gedanken dazu manchmal tagelang.

Hattest du auch schon einmal Gedanken wie:

  • Ich kann keine Entscheidungen treffen!
  • Wie kann ich besser wichtige Entscheidungen richtig treffen?
  • Irgendwie gibt es 100 verschiedene Optionen und ich weiß einfach nicht welche die beste ist.
  • Woher soll ich wissen welche die richtige Entscheidung ist?
  • Wie kann ich leichter Entscheidungen treffen?
  • Entscheide ich mich gerade wirklich für die richtige Option?

Wir haben für Dich 10 Tipps und eine weitere Methode zur besseren Entscheidungsfindung zusammengestellt. Damit wirst Du in Zukunft mit Sicherheit die richtigen Entscheidungen treffen.

Doch vorab – um dir einen sehr guten Überblick zu verschaffen – empfehlen wir dir dieses Video von (einer der erfolgreichsten Trainerinnen, die Deutschland jemals hatte) Vera Birkenbihl zum Thema Entscheidungen treffen:

Und Vera Birkenbihl spricht in ihrem Vortrag über einen der pragmatischsten Wege zum Entscheidungen treffen. Damit man diese Methode von Birkenbihl täglich umsetzen kann, erfordert es jedoch eine komfortable Ausgangssituation.

Und deshalb machen wir nun weiter den etwas alltagstauglicheren Tipps zur Entscheidungsfindung weiter…

#1 Entscheidungen treffen durch das richtige Zeitlimit

Viele Entscheidungen brauchen Zeit und gerade bei den wirklich wichtigen Entscheidungen solltest du dir diese Zeit auch nehmen. Wie wichtig Ruhe und Gelassenheit für deine Entscheidung ist verrate ich dir auch nochmal in Tipp #6.

Trotzdem ist es wichtig, dass du deine Entscheidungen nicht in die Länge ziehst. Je länger wir uns Zeit für eine Entscheidung geben, umso öfter werden wir unsere Auswahl wieder hin und her wechseln. Setze Dir also ein konkretes Zeitlimit, bis wann du deine Entscheidungen treffen willst.

Bei den besonders wichtigen Entscheidungen deines Lebens solltest du beachten, dass zwischen dem jetzigen Zeitpunkt und deiner Entscheidung dennoch eine Nacht zum „drüber schlafen“ liegt.

#2 Entscheidungen treffen: Der richtige Fokus

Was möchte Ich? Eine Frage, die wir uns oftmals viel zu selten stellen. Von allen Seiten bekommen wir Ratschläge, was wir zu tun haben. Man hat uns beigebracht, was „man“ in dieser Gesellschaft zu machen hat. Viel zu oft entscheiden wir nicht danach, was wir gerne machen möchten, sondern was „man“ in dieser Gesellschaft für „richtig“ hält. Und das ist beim Entscheidungen treffen eher unvorteilhaft!

Werde dir bewusst, was Du willst!

Entscheidungen treffen - Ein Mann schaut auf ein Landschaftsbild

Wenn du dir dein Ziel bereits vorstellen kannst, wird es dir viel leichter fallen die richtigen Entscheidungen zu treffen

Der Fokus deiner Entscheidungsfindung sollte ganz bei Dir liegen. Denke nicht darüber nach, was andere von dir halten werden. Werde dir bewusst über deine Ziele, deine Bedürfnisse und deine Werte. Denn diese Entscheidung triffst du für Dich und dein Leben, nicht für Andere. Schreibe Dir deine Gedanken und Ziele auf. Dann hast du dein Ziel klar vor Augen.

Vermutlich kannst du Dir im Kopf sogar schon vorstellen, wie es ist, wenn du das Ziel erreicht hast. Wenn Du weißt, wo dein Ziel liegt, dann ist der Weg dahin deutlich einfacher. Auch deine Entscheidung wird dir deutlich einfacher fallen.

#3 Dein Verstand ist dein Experte mit Fachwissen

Unser Kopf und damit unser Verstand ist unser Experte, wenn es darum geht Entscheidungen auf Grundlage von Fakten zu treffen. In unserem Kopf sammeln sich alle unsere Fakten, unser Wissen und unsere Erinnerungen an ältere Erfahrungen. Mithilfe unseres Verstandes können wir Fakten und Informationen gewichten, sortieren und letztendlich gegeneinander abwägen.

Um unsere Fakten besser zu sortieren, sollten wir uns eine Pro- und Contra-Liste erstellen. Wir erstellen also eine Liste aller positiven Argumente und stellen sie einer Liste mit allen negativen Argumenten gegenüber. Da unser Verstand einzelnen Argumenten mehr Gewichtung einräumt, sollten wir außerdem darüber nachdenken einzelnen Argumenten eine höhere Wertigkeit zu geben. Mithilfe dieser Liste können wir dann faktenbasierte Entscheidungen treffen.

Dies kann zum Beispiel bei der Suche nach einem neuen Auto oder einem neuen Arbeitsplatz hilfreich sein. Geht es um eine zwischenmenschliche Beziehungen, so ist eine Pro- und Contra-Liste eher ungeeignet, da hier viele weitere Faktoren eine Rolle spielen, wie beispielsweise Emotionen und Gefühle.

#4 Entscheidungen treffen: Vertraue deiner Intuition

Bei unseren Entscheidungen hilft uns eines weiter: unser Bauchgefühl. Manchmal können wir unsere Entscheidungen nicht rational begründen und es hilft auch keine Pro- und Contra-Liste weiter. Wir haben die Entscheidung einfach „im Gefühl“. Unsere Intuition gibt uns eine ungefähre Richtung vor.

Denn die Intuition, unser sogenanntes Bauchgefühl, wägt innerhalb kürzester Zeit viele Argumente gegeneinander ab, achtet auf unsere Gefühle und greift auf Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück. Dadurch kann unser Unterbewusstsein auch schwierige Fragestellungen und ihre Komplexität reduzieren und vereinfachen.

Wenn wir Entscheidungen treffen sollten wir uns zwingend unsere Intuition zu nutze machen. Spiele die verschiedenen Möglichkeiten und Alternativen in deinem Kopf durch. Versetze dich voll in die Lage, dass du die Entscheidung in diese eine Richtung gefällt hast. Achte auf deinen Körper. Wie fühlt sich diese Entscheidung an? Was „sagt“ dein Bauchgefühl?

Entscheidungen treffen - Eine Straße mit 2 möglichen Wegen

Vertraue beim Entscheidungen treffen auf deine Intuition. Genau wie bei der Straße auf dem Bild kannst du in deinem Leben meist in 2 verschiedene Richtungen gehen.

Bewerte jeweils wie du dich mit deinen Entscheidungen gefühlt hast und vergleiche sie am Ende. Warum solltest du eine Möglichkeit wählen bei der du dich unwohl fühlst? Mache dir deine Intuition gemeinsam mit deinem Verstand zunutze.

#5 Schlafe eine Nacht drüber

Schon oft haben wir den Satz „Ich muss darüber erstmal eine Nacht schlafen“ gehört und mit Sicherheit auch selber schon benutzt. Dieser Satz ist nicht nur eine Ausrede, um nicht sofort eine Antwort liefern zu müssen, sondern hilft wirklich dabei Entscheidungen treffen zu können.

Während wir nämlich schlafen arbeitet unser Gehirn unterdessen weiter. Es verarbeitet unsere Gedanken, unsere Erlebnisse des Tages und unsere Eindrücke. Das Gehirn bildet Zusammenhänge und sortiert unwichtige Informationen gnadenlos aus.

Unser Unterbewusstsein arbeitet im Schlaf also weiter an einer Lösung für unsere Entscheidung. Es kann uns somit sehr gut passieren, dass wir morgens aufwachen und uns bewusst wird, welche Entscheidung wir treffen sollten. Außerdem spielt hier auch die Morgenroutine eine entscheidende Rolle beim (un)bewussten Entscheidungen treffen.

Mehr dazu erfährst du jetzt in unserem Beitrag Morgenroutine erfolgreicher Menschen.

#6 Entscheidungen treffen: Reduziere Stress

Der Alltag ist hektisch. Wir hetzen uns zum Job, in die Uni oder zur Schule. Zahlreiche Aufgaben stapeln sich vermutlich noch auf unserem Schreibtisch und abends geht es dann direkt weiter zu Freunden oder zum Sport. Die meiste Zeit sind wir gestresst und dann sollen wir auch noch wichtige Entscheidungen treffen. Am besten auch möglichst schnell.

Doch gerade für das Treffen wichtiger Entscheidungen ist eine ruhige und besondere Atmosphäre wichtig. So fanden Wissenschaftler an der amerikanischen Universität von Guelph in einem Experiment mit Managern heraus, dass Druck und Stress sich auf unsere Entscheidungsfindung auswirkt. So wählen gestresste Menschen in den meisten Fällen die riskantere Alternative.

Entscheidungen treffen - Eine Frau die im Sonnenaufgang meditiert

Richtige Entscheidungen treffen durch Ruhe und Meditation wie es die Frau auf dem Bild vormacht.

Ohne Stress und mit viel Ruhe um uns herum steigt nicht nur unsere Konzentration, sondern auch die Fähigkeit zur Abwägung unserer Alternativen. Wir wägen unsere Entscheidung also viel gründlicher ab, wenn wir auf Stress verzichten. Und wenn du zum Thema Stressabbau und Ruhe noch mehr lernen möchtest, schau dir jetzt unseren Beitrag zum Thema Sich selbst finden an.

#7 Entscheidungen treffen: Hole dir Rat bei Gleichgesinnten

Gerade bei schwierigen Entscheidungen ist es gut und wichtig sich Feedback und Rat von anderen Menschen einzuholen. Es ist sinnvoll, andere um Rat zu bitten oder die eigenen Argumente einmal mit einer anderen Person zu reflektieren. Vermutlich kann uns die andere Person auch nochmal eine neue Sichtweise auf unser Problem geben. Das kann sehr hilfreich sein.

Wichtig ist allerdings, dass du dir deinen Rat bei den richtigen Menschen einholst. Die Auswahl der Person sollte dabei gut bedacht sein. Hole Dir deinen Rat bei Menschen ein, die in einer ähnlichen Situation oder Lage sind, oder eine ähnliche Einstellung haben wie du. Kurz: Such dir Gleichgesinnte und bitte sie um Rat.

Denn was bringt dir der Rat deiner angestellten Eltern, wenn es darum geht, ob du deinen Job kündigen sollst und dich selbstständig machen willst. Vermutlich werden sie dir abraten und zur sicheren Festanstellung raten. Frage also Menschen, die in der gleichen Situation stecken, um bessere Entscheidungen treffen zu können.

In diesem Beispiel also Personen in deinem Umfeld, die ebenfalls vor der gleichen Frage standen, ob sie ihren Beruf kündigen sollen, um ein Unternehmen zu gründen. Die richtigen Personen werden dich bei deiner Entscheidung ermutigen, weil sie aus eigener Erfahrung sprechen können.

#8 Entscheidungen treffen: Blicke aus der Zukunft zurück

Hast du schon einmal über die Auswirkungen deiner Entscheidungen nachgedacht? Oftmals denken wir beim Entscheidungen treffen nur darüber nach, was morgen, in einer Woche oder diesen Monat passieren wird. Unser Zeithorizont ist dabei viel zu kurzfristig angelegt.

Selbstverständlich ist es morgen vielleicht unangenehm, wenn ich meinem Chef sagen muss, dass ich kündige. Auch im ersten Monat ist es vielleicht schwierig mit weniger Geld zu leben. Aber was passiert dadurch in einem Jahr? Wo stehe ich in fünf Jahren? Wie blicke ich in zehn Jahren auf die heutige Entscheidung zurück?

Vielleicht erfülle ich mir durch diese Kündigung meinen Traumberuf. Vielleicht bekomme ich einen viel besseren Job, als ich aktuell habe. All das kann in unserem kurzfristigen Denken untergehen.

Entscheidungen treffen - Ein Fernglas

Wie kann man Entscheidungen treffen? Der Blick in die ferne Zukunft verspricht Lösungen.

Versetze dich also einmal in Dich aus der Zukunft. Wie wirst du die Entscheidung in einem, in fünf oder in zehn Jahren bewerten? Was würde dir dein „Zukunfts-Ich“ raten?

#9 Entscheidungen treffen: Den Kopf frei bekommen

Wenn wir dabei sind richtige Entscheidungen treffen zu wollen, ist unser Kopf voll von Gedanken und oftmals fällt es schwer klar zu denken. Da kann es oftmals ganz hilfreich sein zwischendurch Abstand zu seinen Gedanken zu bekommen.

Gehe einer anderen Tätigkeit nach, mache Sport oder geh einfach an die frische Luft und mache einen Spaziergang oder eine Fahrradtour. Nach einiger Zeit wirst du merken, dass der Kopf freier wird und du wieder bereit bist dich den wichtigen Fragen zu stellen und Entscheidungen treffen zu können.

#10 Entscheidungen sind nicht für immer

Sei dir bewusst, dass deine Entscheidung möglicherweise revidiert werden kann. Nur die wenigsten Entscheidungen sind endgültig und für immer. Solltest du dich also nicht entscheiden können oder sollte es dir schwer fallen wichtige Entscheidungen treffen zu können, so kannst für einen gewissen Zeitabschnitt eine der Möglichkeiten ausprobieren. Hinterher kannst du dann immer noch entscheiden, mit welcher Entscheidung du leben möchtest.

Es kann auch passieren, dass du nach einiger Zeit merkst, dass du eine falsche Entscheidung getroffen hast. Steh zu deiner ursprünglichen Entscheidung und sei bereit sie zu korrigieren. Denn gerade aus falschen Entscheidungen und Fehlschlägen lernen wir und sammeln automatisch wertvolle Erfahrungen für mehr Motivation im Leben.

Und es wichtig, dass wir uns klar darüber werden, was Entscheidungen treffen überhaupt bedeutet und was der unterschied zwischen bewussten und unbewussten Entscheidungen ist. Peter Brandl erklärt genau das in seinem GEDANKENtanken Vortrag und deckt darin mit so manchen Entscheidungsfindungs – Mythen auf (Ein klasse Vortrag, den du dir unbedingt anschauen solltest, bevor du weiterliest)…

Peter Brandl geht in seinem Vortrag zum Thema schwere Entscheidungen treffen auf die 4 Entscheidungsmythen, den Ursprung von Entscheidungen in unserem Gehirn und das Entscheidungsraster ein.

#10+1 Entscheidungen treffen: Nutze Microexpressions

Du kannst trotz all‘ der Tipps keine Entscheidungen treffen oder möchtest mal etwas Neues ausprobieren? Dann habe ich noch eine weitere Methode, die dich bei deiner Entscheidung unterstützen kann…

…Jeder Mensch hat sogenannte Microexpressions (dt. Mikroexpressionen). Das sind kurze, flüchtige Gesichtsausdrücke, die für uns nur schwer kontrollierbar sind. Microexpressions dauern nur wenige Sekundenbruchteile und können unsere wahre Einstellung oder unser Unterbewusstsein verraten.

Mit einer kleinen Methode kannst du dir auch deine Microexpressions zu nutze machen. Suche Dir eine dir nahe stehende Person und eine Münze. Weise jeder Münzen eine deiner Möglichkeiten der Entscheidung zu. Wirf die Münze und lasse die zweite Person deine Mimik beobachten.

Deine Microexpressions wirst du nicht unterdrücken können. Dein Beobachter wird bei der Entscheidung der Münze also innerhalb kürzester Zeit einen Ausdruck von Freude, Trauer, Angst oder andere Emotionen wahrnehmen. Dein Beobachter wird dir also relativ schnell sagen können, ob du mit der Entscheidung der Münze zufrieden oder unzufrieden bist.

Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Tipps und Methoden helfen kann in Zukunft wichtige Entscheidungen richtig treffen zu können. Ich weiß, Entscheidungen treffen fällt schwer, aber wenn du dir auch nur einige dieser Tipps zu Herzen nimmst, so wird es dir in Zukunft mit Sicherheit leichter fallen.


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  • 19. März 2018
Simon Becker
 

Simon Becker ist Autor auf Motivation Is Key. Er studiert Sozialökonomie in Hamburg, ist leidenschaftlicher Fußballtrainer und liebt es Menschen zu inspirieren. Simons Überzeugung zum lebenslangen Lernen sowie seine Passion zur Bildung und Persönlichkeitsentwicklung bringt er kreativ in seinen Artikeln ein.

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