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Dein Bestes Sein – Gastbeitrag von Schorni Patrick

Dein Bestes Sein… und mein Bestes Sein. Wessen bestes sein? Meines. Mein Name ist Schorni Patrick. Vielleicht geht es Dir ähnlich wie mir.. Ich studiere gerade im 7. Semester an der TU Wien und war lange auf meinem Weg ein ausgezeichneter Ingenieur zu werden. Vielleicht bin ich das noch immer, aber ich habe jedenfalls irgendwann gespürt dass da noch mehr gehen muss.

Ich würde also sagen, ich bin dabei meinen besten Weg zu finden und zu gehen. Und ich teile meine Gedanken zu Deinem besten Sein.

Vielleicht hattest Du auch gerade Prüfungswoche. Während ich also letzte Woche 4 Prüfungen und 3 Abgaben ziemlich gut gemacht habe und meine anderen Projekte auch okay liefen, habe ich mich obendrein so entspannt, wie ein buddhistischer Mönch gefühlt.. fast zumindest.

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Das war bei weitem nicht immer so.. ich habe mir also Gedanken gemacht, was mich in diesen Zustand gebracht hat: Produktiv und gleichzeitig entspannt zu sein, Zeit für coole Sachen zu haben - vs. - immer nur am Tun sein und deswegen keine Zeit für coole Sachen haben, aber auch nirgendwo so richtig hinkommen.

Ich bin also in mich gegangen und habe ein paar Sachen aufgeschrieben, die mir geholfen haben, mehr zu schaffen und mich gleichzeitig besser zu fühlen.

Und vielleicht helfen sie Dir ebenfalls.

#1: Nicht überdurchschnittlich sein wollen

Hört sich das für Dich so komisch an wie für mich (anfangs)? Ich meine .. wir wollen doch einzigartig sein, großartig sein, herausstechen und unser Bestes sein. Oder?

Ja, ich denke schon, natürlich.

Aber diese aufgezählten Dinge unterscheiden sich.

Ich bin auf Folgendes gekommen: Ich möchte nicht überdurchschnittlich sein. Ich möchte mein Bestes sein. Durchschnittlich oder überdurchschnittlich sein bedeutet ja immer, dass Du Dich mit anderen vergleichen musst .. aber wozu?! ..

Noch dazu wo wir uns ja dann stets mit denen vergleichen, mit denen wir gerade noch nicht mithalten können.. und damit dann nicht nur unzufrieden, sondern auch unproduktiv werden.

Nicht so gut.

#2: Systeme und Prozesse leben statt Ziele setzen

Ich habe schon einiges über Ziele geschrieben. Ziele sind wichtig. Ich denke aber, sie sind nicht das einzig wichtige.

Du kannst an Prüfungen denken, an Abnehmen, woran Du willst: Ein System, ein Prozess schlägt eigentlich immer das Erreichen von irgendeinem Ziel.

Ich habe anfangs gesagt, ich habe die Prüfungen diese Woche ziemlich gut gemacht.. egal welche Note dabei rauskommt.

Weil ich weiß, ich habe mein Bestes gegeben und ich hätte durch noch mehr Lernen nicht mehr erreichen können.

Und das macht mich glücklich.

Wenn wir unsere Leistungen anerkennen, bringt uns das oft die Bestätigung und die Ermutigung weiter zu machen. Das brauchen wir alle hin und wieder.

Außerdem ist ein System zu haben eher langfristig erfolgreich als ein Ziel. Denke an abnehmen: 5 Kilo weg ist ein Ziel, das Du entweder erreichst oder nicht erreichst. Zu lernen gesünder zu essen und Routinen zu starten, die einen gesünder machen ist ein System, das Du auch ewig durchziehen kannst.

Also:

Welches Ziel kannst Du mit einem System oder Prozess ergänzen?

#3: Ein stressfreies Leben als Ziel definieren

.. oder als System natürlich. Ganz ehrlich? Ich habe mich nicht getraut das auszusprechen. Ich dachte, das sei nichts das erfolgreiche Leute sagen: Es stressfrei haben zu wollen.

Aber dann habe ich es doch getan. Ich mache es jetzt zu einer Priorität, stressfrei zu leben. Weil es mir wichtig ist. Und wenn es Dir wichtig ist, solltest du es vielleicht auch zu Deiner Priorität machen.

Und gleichzeitig denke ich, dass es sehr wohl super wichtig ist die eigene Komfortzone zu verlassen, um sein Bestes zu schaffen. Wo ziehe ich für mich die Grenze?

Ich fühle mich vor allem gestresst, wenn ich:

  • viel tue, ohne das Gefühl zu haben, damit irgendwo hinzukommen.
  • viel Energie in etwas stecke, das ich eigentlich gar nicht will.
  • mich um mein Äußeres - meine Umgebung mehr kümmere, als um mein Inneres.

Und ich freue mich meine Komfortzone zu verlassen, wenn ich spüre, wie ich dadurch wachse und besser werde.

Dein Bestes Sein #4: Ego ist wahrscheinlich unser Feind

Und das kommt oft Hand in Hand mit großen Zielen. Klar willst Du Dich nicht unterordnen, sondern Dein eigenes Ding machen. Vielleicht geht es Dir manchmal ähnlich wie mir und Du fühlst Dich manchmal für bestimmte Dinge ‘zu gut’?!

Mit der Uni kann es einem so gehen - warum den Kopf an abstrakten Problemen weich denken, wenn Du doch schon echte Herausforderungen bewältigen kannst?! Oder mit einem Mentee-ship oder Praktikum - warum diese dumme Arbeit machen, wenn Du doch auch Dein eigenes Ding durchziehen könntest?!

(Wenn es Dir so oder so ähnlich geht, empfehle ich Dir das Lesen der Canvas Strategy (kurzer Ausschnitt aus ‘Ego is the Enemy’)

Es macht das Leben stressfreier, wenn man sich nicht für so besonders hält.

Es bringt bessere Resultate, wenn man von Anfang an davon ausgeht, dass es über-anstrengend sein wird, weil man eben nicht so gut ist und hart daran arbeiten muss.

Und wenn man deswegen davon ausgeht, dass es Schwierigkeiten geben könnte, über die man irgendwie drüber muss, dann hat man erst recht mehr Schwung, sie zu überwinden.

Fällt Dir noch ein wichtiger Punkt ein? Ich würde mich freuen ihn zu hören!


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  • 30. Januar 2017
Stefan Wendt
 

Stefan Wendt ist Autor und Inhaber der Seite Motivation Is Key. Er liebt es Ideen umzusetzen und ist immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Seine Leidenschaft zur Motivation besteht gleichermaßen wie die zum Schreiben. Mehr zu Stefan liest du auf der „Über mich“ Seite.

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