Ziele? Semester überstehen… Zielsetzung für Studenten!

Wieso schafft es Steve Jobs, der die komplette digitale Industrie revolutionieren will, Menschen zu finden, mit denen er einen Personal Computer entwickeln und so sein Ziel verwirklichen kann?
Wie kann Elon Musk, der den Mars kolonialisieren will, tatsächlich mit seinem Team ein eigenes Spaceshuttle entwickeln, welches den Weg ins Weltall gefunden hat?

Es sind Ziele und Visionen, die von 95% der Menschheit als größenwahnsinnig und absolut unrealisierbar eingeschätzt, aber letztendlich trotzdem erreicht werden.
Ziele wie ein Sixpack zur Sommersaison, bessere Noten in der Schule oder einen coolen Job zu finden, sind hingegen bei eben diesen 95% an der Tagesordnung.
Ich nenne sie immer nur gute Vorsätze. Genau wie die Vorsätze fürs neue Jahr sind sie spontan formuliert und hängen an nichts, außer einem kleinen Funken Glaube.

Wenn ein Mann die Luftfahrt privatisieren kann und ein Anderer nicht den Mut hat, den alten Job an den Nagel zu hängen, um sich einen Neuen zu suchen, in dem er sich verwirklichen kann, dann sind wir beim Thema Zielsetzung angekommen.

Zielsetzung – Begriffserklärung

Mit dem Begriff Zielsetzung verbinde ich gleichzeitig die Definition einer Vision. Nicht irgendeine Vision, sondern die Eigene. Eine Vision, verschiedene Ziele, die mit Entschlossenheit verbunden sind. Die sich tief im Unterbewusstsein festgesetzt haben und die Tag für Tag gespürt werden. Ein echtes Ziel ist nicht einmal gesagt und dann hinter den ganzen Berg von alltäglichen, belanglosen Aufgaben geschoben. Ein echtes Ziel steht ganz am Anfang und ist verantwortlich dafür, dass dieser Berg gar nicht erst zustande kommt.

Man könnte sagen, dass überlegte Zielsetzung Wettbewerbsverzerrung ist, dass sie unfaires Spiel betreibt und parteiisch ist. Im entferntesten Sinne ist das auch so, denn sie gibt demjenigen, der sie ernst nimmt, die Chance unglaubliches Potential zu entwickeln. Demjenigen, der sie ignoriert, bringt sie nur Enttäuschung.

Es ist zu erkennen, dass große Ziele wichtig sind. Wer ständig ein durchschnittliches Ziel verfolgt, wird niemals die Motivation und den Willen entwickeln können wie derjenige, der ein monumentales Ziel verfolgt.
Jeder entscheidet selbst: Sich von seiner Vision ziehen lassen und auf ein Ziel hinarbeiten oder sich täglich dem Zwang aussetzen, durch zu wenig Perspektive mit den Alltagsaufgaben herumzuschlagen.

Ziele richtig manifestieren

Nachdem das Thema Zielsetzung philosophisch eingeleitet wurde, gehen wir nun über in die faktische Betrachtung.
Wie kann man denn nun große Ziele so verankern, dass sie für einen selbst arbeiten und nicht erdrückend wirken?

Die durchaus am weitesten verbreitete Methode, ursprünglich aus dem Projektmanagement für Unternehmen, ist die Zielsetzung nach dem SMART-Prinzip:

S – Spezifisch

Ein Ziel sollte so genau und konkret wie möglich sein.

M – Messbar

Wichtig ist hier die Nennung eines Mengengerüstes, einer Zeitangabe oder eines sonstigen messbaren Kriteriums.

A – Akzeptiert

Ziele, die als unakzeptabel angesehen werden, haben wenig Aussicht auf Erfolg.

R – Realistisch

Dieses Kriterium hängt eng mit dem vorigen Punkt zusammen. Realistische Ziele werden leichter akzeptiert und motivieren deutlich stärker, als solche, die bereits im Vorfeld als unrealistisch angesehen werden.

T – Terminierbar

Ein einfaches Kriterium: Die Nennung einer Zeitangabe.

Doch wie das so ist mit allgemein anerkannten Methoden, ist dieses Prinzip nicht auf jede Person anwendbar und sollte meiner Meinung nach auch nicht stur umgesetzt werden.
Aus eigener Erfahrung ist es essentiell den für sich richtigen Weg einzuschlagen.
Ich selbst setze mir Ziele immer in Kombination mit Affirmationen.
Das heißt, ich stelle mir einen in der Zukunft liegenden Zustand so stark vor, dass es sich anfühlt als würde ich diesen Moment in der Gegenwart erleben.
Ich habe mein Ziel in meinen Gedanken schon erreicht, weiß wie es sich anfühlt, wie es im Detail aussieht und was es in mir freisetzt.

Diese Vorstellung in Form einer Affirmation geht tief ins Unterbewusstsein und verankert dadurch das Ziel und die Vision. Sobald ernsthafte Gefühle mit dem Ziel verbunden sind, bewegen wir uns in andere Richtungen. Wir denken anders, handeln anders und erzielen andere Ergebnisse.
Für emotionale Menschen, zu denen ich mich selbst zähle, ist die Affirmation eine sehr wirkungsvolle Methode.

Deklarationen sind für die Rationalisten unter uns ertragsreicher.
Hier wird vom realistischen Standpunkt der Gegenwart aus begonnen, der Jetzt-Zustand analysiert und dann, mit der Absicht eine Sache in der Zukunft zu erreichen, Schritt für Schritt logisch vorgegangen.
Es werden Fragen formuliert, wie man ein Ziel am effektivsten erreicht und dann werden die offenen Möglichkeiten wahrgenommen.

JETZT ist der richtige Zeitpunkt

Zum Ende dieses Artikels möchte ich den Kreis schließen, indem ich zu den jährlichen Vorsätzen zurückkehre. Wenn wir den Jahreswechsel als einzigen Zeitpunkt für Zielformulierungen nehmen, ist es klar, dass wir Sachen aufschieben und nur im seltensten Fall mal einen Vorsatz in Angriff nehmen.

Wenn wir uns 365 Tage für ein Ziel Zeit geben, dann gibt es 364 Tage an denen wir uns sagen können „morgen fange ich an“.
Es darf nicht der Jahreswechsel sein, der uns dazu bringt Ziele zu formulieren. Es müssen der Kopf und der Körper sein. Ein großes Jahresziel zu haben ist eine gute Sache, solange wir anschließend in Monate, Wochen und Tage herunterbrechen, was wir tun können, um diesem Ziel näher zu kommen.

Dann sind es nämlich plötzlich nicht mehr 364, sondern dann ist es nur noch 1 Tag den wir haben, um ein Ziel zu erreichen. Das setzt Power frei.

Ich bin ein Fan davon große Ziele zu setzen. Ich habe ein großes Bild vom Weltraum in meiner Wohnung hängen. Dieses erinnert mich daran, wie unendlich die Welt mit ihren Möglichkeiten ist.
Setze auch du dir große Ziele um deiner Vision näherzukommen. Teile deine Gedanken dazu mit mir in den Kommentaren.

Ich danke dir für dein Interesse am Blog. Cool, dass du dich für persönliche Entwicklung interessierst.

Du möchtest mehr erfahren? Im kostenlosen Coaching können wir spezifischer auf deine Persönlichkeit eingehen. Ich freue mich auf dich!

 

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  • 4. Oktober 2016
Stefan Wendt
 

Stefan Wendt ist Autor und Inhaber der Seite Motivation Is Key. Er liebt es Ideen umzusetzen und ist immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Seine Leidenschaft zur Motivation besteht gleichermaßen wie die zum Schreiben. Mehr zu Stefan liest du auf der „Über mich“ Seite.

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