Hilfe wo bin ich? Die richtige Einstellung im ersten Semester!

Mein erstes Semester

Vor etwas mehr als zwei Jahren war es so weit: Der Umzug nach Berlin hat schon stattgefunden, nun folgten die ersten Vorlesungen.

Orientierung, Informationsüberschuss, viele neue Kontakte, neues Umfeld. Im dualen System hatte ich zusätzlich Berufsschule. Halbe Woche Hochschule, halbe Woche Berufsschule, abends Berlin erleben. Am Wochenende dann Ordnung in meinem Kopf schaffen.
18 Jahre, riesige Stadt, 2 verschiedene Ausbildungsplätze, neue Vorlesungen und Themengebiete.

So richtig habe ich in den ersten Monaten nicht realisiert, wie schnell die Zeit vergeht. An Prüfungen habe ich noch gar nicht gedacht, als ich in meinem Kalender gesehen habe, dass in einer Woche Semesterprüfung in Finanzbuchhaltung ist.

Mit meisterlichen Ruderfähigkeiten konnte ich mich aus der Schlinge ziehen und habe das Semester überstanden. Einige blaue Flecken habe ich wohl davongetragen, die Ziellinie erreicht, auch wenn ich dieses Rennen eher im Rückwärtslauf bestritten habe.

Immerhin kann ich nun, 2 Jahre später, aus Erfahrungen sprechen und dir vor dem Sprung ins kalte Wasser noch eine Schwimmweste anlegen.

Wer bin ich und was mache ich hier überhaupt?

In meinem ersten Semester, wusste ich noch nicht einmal, was ich da eigentlich erwarten kann. Das Studium wird unter dem Begriff „Business Administration“ geführt, sehr aufschlussreich, oder?

Im Abitur habe ich einige gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen kennengelernt, von Finanzen und Wirtschaftstermini war da nie die Rede.
Jedenfalls habe ich von einem auf den nächsten Tag alle Informationen aufgenommen und versucht mir die Puzzleteile einzeln einzuprägen. Leider hatte ich keine Ahnung davon, wie das Puzzle am Ende aussehen sollte.

Hier möchte ich dir meinen ersten Tipp an die Hand geben: Bevor es losgeht, richte deinen Blick aufs große Ganze. Verschaffe dir einen Überblick. Was studierst du da überhaupt? Welche Gebiete werden beleuchtet? Was kennst du schon? Was ist dir unbekannt? Wo liegen die Zusammenhänge?
Die Struktur zu verstehen ist essentiell für frühen Lernerfolg. Wer sich ein Buch kauft, weiß vorher auch worum es im Buch gehen wird.

 

Dringend ist nicht gleich wichtig

Definitiv hat man im ersten Semester die meisten Hürden zu nehmen. Vielleicht sind es nicht die höchsten, der Anspruch der Prüfungen ist wirklich moderat, aber es sind viele hintereinander. Hausaufgaben, Skripte, wissenschaftliche Texte, Präsentationen, Gruppenarbeiten, anderer Lehrstil, keine Anwesenheitspflicht.
Es gibt einen Weg diese Hürden grazil zu überspringen: Trenne wichtig und dringend.
Diese Methode aus der „Produktivitätswissenschaft“ wird deinen Kopf entlasten.
Nicht jede Hausarbeit ist wichtig, nicht jede Vorlesung notwendig, viele Dinge in den Skripten sind nur „nice-to-know“ Infos.

Dringend ist alles, was eine Frist hat. Es grenzt deine Kreativität ein und baut unterschwelligen Druck auf.
Wichtig sind die Schlüsselinformationen. Die Themen, auf denen die Vorlesung aufbaut. Alles, was in den folgenden Semestern wieder eine Rolle spielt. Wichtige Dinge sind vielseitig und sprechen einen breiten Teil deines Wissensnetzes an.

Selektiere innerhalb deiner Aufgaben und Kurse zwischen dringenden und wichtigen Informationen und Aufgaben.
Du schreibst eine 3,0, wenn du alles Dringende erledigst. Du schreibst eine 2,0, wenn du alles Wichtige erledigst. Wenn du beides machst und viel Zeit investierst, schreibst du eine 1,0.

 

Fazit – Der Weg ist das Ziel

Nimm dein erstes Semester locker und sei smart. Ich habe mich auf die dringenden Dinge konzentriert. Was davon wichtig und was unwichtig ist, wusste ich nicht. Dementsprechend war das Ergebnis.
Mach es besser und verschaffe dir einen Überblick, bevor du ins Rennen gehst.

Hast du schon Erstsemester-Erfahrung? Welcher Punkt hat dir besonders gefallen? Welche Themen interessieren dich außerdem?

Ich danke dir für dein Interesse am Blog. Cool, dass du dich für persönliche Entwicklung interessierst.

Du möchtest mehr erfahren? Im kostenlosen Coaching können wir spezifischer auf deine Persönlichkeit eingehen. Ich freue mich auf dich!

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  • 10. Oktober 2016
Stefan Wendt
 

Stefan Wendt ist Autor und Inhaber der Seite Motivation Is Key. Er liebt es Ideen umzusetzen und ist immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Seine Leidenschaft zur Motivation besteht gleichermaßen wie die zum Schreiben. Mehr zu Stefan liest du auf der „Über mich“ Seite.

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